Über dieses Projekt

Der Ansteckung widerstehen. Der Pestbazillus und die Raserei der Gewalt

Aus Lektüren lernen: Eine Reflexion über Alessandro Manzonis Die Brautleute und Albert Camus' Die Pest. Von Joachim Hake

"... Gott sei Dank leben wir aufgrund des medizinischen Fortschritts und politischer Besonnenheit aktuell nicht in Pestzeiten, aber Vergleiche sind vielleicht doch hilfreich. Ängste vor Infektion mit dem Coronavirus, Verschwörungstheorien und sich verstärkender digitaler Hatespeech erzeugen große Verunsicherungen. Hier braucht es keinen 'Aufstand der Anständigen' mit ihrem unlauteren und nur gespielten Heroismus, sondern den alltäglichen Mut des Anstands..."

Den Artikel finden Sie in Gänze unter: https://www.guardini.de/projekte/guardini-akut/guardini-akut-kw-28-joachim-hake.html

Gretchen-Frage 2.0: „Nun sag, wie hast’s mit dem Internet?“

"Zur Abwechslung ist dies ein Beitrag zum Mitmachen. Aber es soll keine Arbeit sein, sondern ein Gedankenspiel, das man allein oder mit anderen spielen kann. (...) Jetzt haben wir einen Fragebogen entwickelt, der die dafür nötige Gehirnaktivität in Gang setzen soll. Die Grundidee haben wir bei Marcel Proust und Max Frisch gestohlen. Die beiden hatten Listen mit Fragen erstellt, über die man endlos nachdenken kann, die man aber möglichst spontan beantworten sollte. Einen solchen Bogen mit elf Fragen haben wir nun für unser Projekt entwickelt."

Lesen Sie weiter unter:  https://chrismon.evangelisch.de/blogs/kulturbeutel/johann-hinrich-claussen-ueber-manieren-im-internet

Wer hetzt, hat schon verloren

Ein Artikel von Joachim Hake und Johann Hinrich Claussen

Ein Katholik und ein Protestant fordern einen anderen Umgang im Netz. Gemeinsam haben sie das Projekt #anstanddigital gegründet, weil sie daran glauben: Das Reizklima von nackter Empörung, blinder Wut, von Hass und Ressentiment lässt sich entgiften.

Bitte lesen Sie weiter unter: www.background.tagesspiegel.de/digitalisierung/wer-hetzt-hat-schon-verloren?

Höflichkeit als digitale Währung

Vom Handy aufsehen, Zuhören, den Anderen ernst nehmen …

Wozu brauchen wir Anstand im digitalen Raum? Um Phänomenen wie Hatespeech und Mobbing Grenzen zu setzen, möchten wir ins Gespräch darüber kommen, was in einer Situation, im Umgang miteinander angemessen ist.

Höflichkeit ist im Netz mindestens so sehr von Bedeutung wie im analogen privaten oder öffentlichen Raum. Eine deutliche Begrüßung, das Ernstnehmen des Gegenübers, dem man mit Respekt begegnet, indem man zuhört oder für dessen Beiträge man sich bedankt, kommen dem menschlichen Bedürfnis nach Aufmerksamkeit entgegen. Sich anderen höflich und respektvoll zuzuwenden und aufeinander einzugehen, sind wichtige Voraussetzungen dafür, der Sehnsucht nach Nähe zu begegnen, die sich im Internet als einem Medium der Ferne unweigerlich einstellt.

Um nicht an der scheinbaren Offenheit des Netzes zu verzweifeln oder sich in den unendlichen virtuellen Räumen zu verlieren, bedarf es einer Haltung, bedarf es Sicherheit und Souveränität im Umgang miteinander. Die Haltung wird, wie Enrico Brissa schreibt, zum „inneren Kompass, wo Verbote und Gebote fehlen“. Das trifft besonders auf den Umgang mit digitalen Kommunikationskanälen zu. Hier existieren kaum verbindliche Verhaltensregeln, während sie im analogen Leben von Kindheit an vermittelt werden.

Digitale Tugenden vermitteln

Am Ende des Projekts, das auf ein Jahr angelegt ist, soll eine Sammlung digitaler Tugenden stehen, die Anregungen für den verantwortungsvollen Umgang miteinander im Internet bietet.
Bei der Vermittlung von Regeln für den digitalen Raum müssen wir nicht bei Null beginnen. Jeder hat eine Vorstellung davon, an welche Umgangsformen man sich im Internet halten sollte, und davon wollen wir ausgehen.

Was geht? Was geht nicht?

Sie können uns dabei helfen, diese Anregungen zu formulieren, indem Sie Ihre Kommentare in den Briefkasten werfen. Teilen Sie uns mit, worauf man in der digitalen Kommunikation achten sollte und sagen Sie uns auch, was aus Ihrer Sicht unbedingt zu vermeiden ist.
Lassen Sie uns teilhaben an Ihren Gedanken, aber sprechen Sie vor allem auch mit anderen darüber, mit Ihren Kollegen, in der Familie oder in der S-Bahn. Das ist auf jeden Fall ein guter Grund für Ihre Sitznachbarn, das Telefon aus der Hand zu legen oder die Kopfhörer aus den Ohren zu nehmen.

Das Team

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